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In meinem letzten Blog Beitrag habe ich über Yama & Niyama geschrieben, die ersten zwei Glieder des 8 gliedrigen Yogawegs. Yama und Niyama beschreiben die Lebensweise, unsere Haktung uns selbst gegenüber und unserer Umwelt.

Die nächsten 2 Stufen, Asana und Pranayama beschreiben die Praxis. Diese zwei Glieder sind die bekanntesten und das, was man bei uns im Westen unter einer Yoga Praxis versteht, wenn man in ein klassisches Yoga Studio geht. Asnana sind die Körperübungen und Pranayama ist die Atmung. Nach Patanjali (Vers 2.1) soll unsere Yogapraxis drei Qualitäten vereinigen: Klärung, Selbstreflexion und Akzeptanz unserer Grenzen.

Jedem Yogi ist das Wort Asana bekannt. So nennt man die verschiedenen Körperübungen, aus denen eine Yogapraxis in der Regel besteht. Es gibt leichte Asanas und fortgeschrittene, die viel Kraft, Balance und Können fordern. Jedoch ist es ganz gleich, welche Version einer Asana man übt, denn wichtig ist vor allem, dass sie zwei Qualitäten gleichermaßen vererinigt. Leichtigkeit und Stabilität. Hört sich im ersten Moment etwas widersprüchlich an. Eine Asnana sollte immer Stabilität haben. Sobald ich nicht richtig geerdet bin, anfange zu wackeln oder umfalle, habe ich nicht die Grenzen meines Körpers geachtet und bin zu weit gegangen. Habe ich die Stabilität gefunden, sollte ich trotzdem noch mit Leichtigkeit Atmen können und die Asnana halten. Mir hat mal ein Yogi gesagt: “ Sobald der Atmen nicht mehr fließen kann, üben wir kein Yoga mehr.“ Eine Asnana kann von außen noch so toll aussehen, wenn der Atem nicht mit Leichtigkeit fließen kann sondern angehalten wird, gibt der Körper uns das Zeichen, dass wir unsere Grenzen überschreiten.  Wenn ein Mensch also asnana auf die richtige Art und Weise übt, kann ihn so leicht nichts aus dem Gleichgewicht bringen.

Pranayama ist die bewußte Regulierung und Kontrolle des Atems. Es enthält die Regulierung der Einatmung, der Ausatmung und das Anhalten des Atems. Es gibt viele verschiedene Varianten in denen pranayama ausgeübt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Regulierung der Atemlänge von Einatmung und Aushatmung und dem Überschreiten von bewussten Regulationsprozessen der Atmung. Die regelmäßige Praxis von pranayama soll Blockaden lösen und eine klare Wahrnehmung schaffen. Der Geist richtet sich dabei auf ein gewähltes Ziel aus.

Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Glied des Yogaweges Pratyahara. Damit machen wir den Sprung von der Praxis zur Meditation, der Ausrichtung unseres Geistes. Pratyahara beschreibt die Qualität, wenn der Geist in der Lage ist die gewählte Richtung auf ein Objekt beizubehalten. Die Sinne  verbinden sich dann nicht wie gewöhnlich mit Objekten, die sie umgeben, sondern folgen dem Geist in seiner Ausrichtung und stehen somit ganz und gar zu unserer Verfügung. Damit befinden wir uns auf der ersten Stufe der Meditation, dem nach Innen richten unserer Sinne.

Die letzten 3 Stufen des 8 gliedrigen Yogawegs sind Dharana, Dhyana und Samadhi. Hier wird es dann schon etwas tiefgründiger und komplizierter und die Übersetztungen gehen auseinander. Ziel des Yogawegs ist Samadhi, die vollkommene Vereinigung mit einem Objekt, das wir verstehen wollen und somit tiefes & vollständiges Wissen, die Erleuchtung.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen und ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar hier lässt.

Xenia