Asana, Pranayama & Pratyahara

Asana, Pranayama & Pratyahara

In meinem letzten Blog Beitrag habe ich über Yama & Niyama geschrieben, die ersten zwei Glieder des 8 gliedrigen Yogawegs. Yama und Niyama beschreiben die Lebensweise, unsere Haktung uns selbst gegenüber und unserer Umwelt.

Die nächsten 2 Stufen, Asana und Pranayama beschreiben die Praxis. Diese zwei Glieder sind die bekanntesten und das, was man bei uns im Westen unter einer Yoga Praxis versteht, wenn man in ein klassisches Yoga Studio geht. Asnana sind die Körperübungen und Pranayama ist die Atmung. Nach Patanjali (Vers 2.1) soll unsere Yogapraxis drei Qualitäten vereinigen: Klärung, Selbstreflexion und Akzeptanz unserer Grenzen.

Jedem Yogi ist das Wort Asana bekannt. So nennt man die verschiedenen Körperübungen, aus denen eine Yogapraxis in der Regel besteht. Es gibt leichte Asanas und fortgeschrittene, die viel Kraft, Balance und Können fordern. Jedoch ist es ganz gleich, welche Version einer Asana man übt, denn wichtig ist vor allem, dass sie zwei Qualitäten gleichermaßen vererinigt. Leichtigkeit und Stabilität. Hört sich im ersten Moment etwas widersprüchlich an. Eine Asnana sollte immer Stabilität haben. Sobald ich nicht richtig geerdet bin, anfange zu wackeln oder umfalle, habe ich nicht die Grenzen meines Körpers geachtet und bin zu weit gegangen. Habe ich die Stabilität gefunden, sollte ich trotzdem noch mit Leichtigkeit Atmen können und die Asnana halten. Mir hat mal ein Yogi gesagt: “ Sobald der Atmen nicht mehr fließen kann, üben wir kein Yoga mehr.“ Eine Asnana kann von außen noch so toll aussehen, wenn der Atem nicht mit Leichtigkeit fließen kann sondern angehalten wird, gibt der Körper uns das Zeichen, dass wir unsere Grenzen überschreiten.  Wenn ein Mensch also asnana auf die richtige Art und Weise übt, kann ihn so leicht nichts aus dem Gleichgewicht bringen.

Pranayama ist die bewußte Regulierung und Kontrolle des Atems. Es enthält die Regulierung der Einatmung, der Ausatmung und das Anhalten des Atems. Es gibt viele verschiedene Varianten in denen pranayama ausgeübt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Regulierung der Atemlänge von Einatmung und Aushatmung und dem Überschreiten von bewussten Regulationsprozessen der Atmung. Die regelmäßige Praxis von pranayama soll Blockaden lösen und eine klare Wahrnehmung schaffen. Der Geist richtet sich dabei auf ein gewähltes Ziel aus.

Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Glied des Yogaweges Pratyahara. Damit machen wir den Sprung von der Praxis zur Meditation, der Ausrichtung unseres Geistes. Pratyahara beschreibt die Qualität, wenn der Geist in der Lage ist die gewählte Richtung auf ein Objekt beizubehalten. Die Sinne  verbinden sich dann nicht wie gewöhnlich mit Objekten, die sie umgeben, sondern folgen dem Geist in seiner Ausrichtung und stehen somit ganz und gar zu unserer Verfügung. Damit befinden wir uns auf der ersten Stufe der Meditation, dem nach Innen richten unserer Sinne.

Die letzten 3 Stufen des 8 gliedrigen Yogawegs sind Dharana, Dhyana und Samadhi. Hier wird es dann schon etwas tiefgründiger und komplizierter und die Übersetztungen gehen auseinander. Ziel des Yogawegs ist Samadhi, die vollkommene Vereinigung mit einem Objekt, das wir verstehen wollen und somit tiefes & vollständiges Wissen, die Erleuchtung.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen und ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar hier lässt.

Xenia

Selbstfindungs-Worksheet

Selbstfindungs-Worksheet

Wer bin ich eigentlich? Was will ich eigentlich im Leben? Was sind meine Stärken? Wie stelle ich mir mein Traumleben oder meinen Traumjob vor?

Kennst du diese Fragen? Dann bist du hier genau richtig. Ich habe für dich 20 Fragen zusammen gestellt, die mir persönlich sehr geholfen haben mich selbst zu finden und zu erkennen, was mir im Leben überhaupt wichtig ist. Natürlich ist dieses Worksheet nur der Anfang und deckt längst nicht alle Bereiche deines Lebens ab. Du hast als Persönlichkeit so viel zu bieten und unser Leben ist so komplex, dass es schwer würde, alle Bereiche in einem Beitrag zu behandeln.

Gedankenkarusell

Heute möchte ich dir einen Anstoß geben um dich ein bisschen mit dir Selbst zu beschäftigen. Es ist wirklich schön und auch wichtig für deine persönliche Entwicklung, wenn du dein Verhalten reflektieren kannst. Vielleicht geht es dir manchmal wie mir und du hast auch 100 Gedanken, Ideen und Gefühle gleichzeitig im Kopf und weist manchmal gar nicht mehr wo vorne und hinten ist. Dafür habe dir 20 Fragen zusammen gestellt an denen du dich lang hangeln kannst, um dein Gedankenkarusell in eine konstruktive Richtung zu lenken.

 

20 Fragen um dich selbst besser kennen zu lernen und deine Leidenschaft zu entdecken
  1. Was läuft in meinem Leben richtig?
  2. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Themen wie…?
  3. Von was hätte ich gerne mehr in meinem Leben?
  4. Was würde mich jetzt im Moment glücklich machen?
  5. Was sind momentan meine Prioritäten?
  6. Was sind meine Stärken?
  7. Welche Werte sind mir wichtig?
  8. Welche neuen Hobbies würde ich gerne ausprobieren? Was würde ich gerne lernen?
  9. Was lässt mich die Welt um mich herum vergessen?
  10. Als Kind wollte ich… werden.
  11. Was wollte ich schon immer mal machen, aber war bis jetzt immer zu ängstlich?
  12. Was raubt mir Energie?
  13. Was stört mich? Von was hätte ich gerne weniger in meinem Leben?
  14. Was / Wer inspiriert mich am meisten? Warum? Welche Eigenschaften verkörpert diese Sache/ diese Person?
  15. Wie sieht mein perfekter Morgen aus?
  16. Wie sieht mein perfekter Tag aus?
  17. Wo würde ich mein perfektes Leben gerne verbringen
  18. Welche Ratschläge würde ich meinem jüngeren Ich geben? Befolge ich diese Ratschläge momentan?
  19. Wenn ich eine Nachricht mit der Welt teilen könnte, welche wäre das ?
  20. Wenn Geld keine Sache wäre würde ich …? (Lass deiner Phantasie freien lauf und nimm dir Zeit um auszuformulieren, wie dein Tag, dein Leben aussehen würde. WIe würdest du deine Zeit verbringen?

 

Ich habe für euch alle Fragen noch mal in einem Worksheet zusammen gefasst. Hier kannst du mein Worksheet als PDF kostenlos downloaden.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen. Ich wünsche dir viel Spaß und eine schöne Zeit beim beantworten der Fragen, vielleicht enteckst du ja eine ganz neue Seite an dir, ein Hobby, was du schon immer mal ausprobieren wolltest, oder ganz neue Erkenntnisse darüber, was wir wirklich wichtig ist in deinem Leben. Lass mir gerne einen Kommentar da, ob dir die Fragen genauso gut geholfen haben wie mir und vielleicht hast du selbst noch Ideen, wie man mehr über sich selbst herausfinden kann.

Xenia ♥

Wie finde ich meinen Traumjob

Wie finde ich meinen Traumjob

„Du brauchst doch einen sicheren Job! Kind du musst was anständiges lernen…, Mit einem abgeschlossenem Studium stehen dir alle Türen offen…, Mach doch lieber eine Ausbildung, dann hast du etwas handfestes.“

Was hört man nicht alles von seinen Eltern, Bekannten, der Familie und Freunden, wenn es um die Berufswahl und die Entscheidung über den weiteren Lebensweg geht.  Plötzlich scheint jeder Experte dafür zu sein, was dich im Leben glücklich machen wird. Jeder weis plötzlich, was dein absoluter Traumjob sein wird. Abgesehen davon, dass die meisten durch die riesengroße Auswahl an Möglichkeiten heutzutage schon genug verwirrt sind, macht das die Entscheidung nicht leichter.

Früher war das so

Wenn ich mit meinen Großeltern über dieses Thema spreche, sagt mein Opa immer: “ Als ich jung war hatte ich die Wahl zwischen Maurer und Schlosser. Da gab es keine große Diskussion, entweder du wurdest Maurer oder eben Schlosser, fertig.“ Zwischen 2 Berufen zu entscheiden fällt bestimmt nicht so schwer, wie die Auswahl aus über 100 verschiedenen Studiengängen, Ausbildungen und anderen Bildungsangeboten, die wir heute auf dem Markt finden.

Die Generation meiner Eltern hat wiederum eine andere Sicht auf die Dinge. “ Du musst schauen was gebraucht wird Kind.“ Ach ja, und sicher sollte der Job auf jeden Fall sein. Am besten man lernt das, was in Zukunft gebraucht wird, dann hat man auch einen sicheren Job. Ganz außen vor gelassen, was einen denn eigentlich interessiert.

Heute läuft das anders

Und damit kommen wir auch schon bei unserer Generation, Generation Y an. Wir sind mit einer ganz anderen Thematik konfrontiert. Wenn ich mit Menschen in meinem Alter über Zukunftsplanung und Karriere spreche wird deutlich, dass wir eine große Auswahl an Möglichkeiten und Chancen haben. Und da kommt plötzlich die Selbstverwirklichung ins Spiel. Vielleicht kennen einige von euch die Bedürfnispyramide von Maslow aus dem Studium oder noch aus der Schule. In den westlichen Ländern unserer Welt muss sich der Großteil unserer Generation keine Gedanken darüber machen, ob es morgen etwas zu essen geben wird. Unsere Grundbedürfnisse sind weitesgehend befriedigt und wir leben oft ein relativ bequemes Leben. Dadurch befinden wir uns in der angenehmen Situation, dass wir und mit Fragen wie: „Wer bin ich? Was kann ich?“ und „Wer möchte ich sein?“ beschäftigen können. Wir richten unseren Blick auf unsere Interessen, Stärken und Vorlieben anstatt auf die Notwendigkeit einer Profession. Denn jeder Mensch möchte glücklich sein. Und der erste große Schritt zu einem erfüllten Leben ist doch, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann, oder nicht? Geld mit etwas zu verdienen, was Spaß macht und uns glücklich macht. Das hört sich doch viel besser an als einen langweiligen 0/8/15 Job zu haben, für den man nicht mal aus dem Bett aufstehen möchte am Morgen.

Maslow Bedürfnispyramide
Neue Möglichkeiten durch Soziale Medien

Social Media hält uns jeden Tag unzählige, ausgewählte Beispiele vor Augen, die genau das geschafft haben, die ihren persönlichen Traum und wahrscheinlich auch den Traum vieler anderer leben.  Soziale Plattformen im Internet eröffnen uns eine ganz neue Welt „der Traumkarrieren“ , mit denen die Generationen vor uns oft gar nichts bis sehr wenig anfangen können.

Jeder von uns ist auf der Suche nach seinem Platz in diesem riesigen, bunten Puzzle von Möglichkeiten, Chancen und Erfolgen. Da kann es schonmal passieren, dass man eine oder auch mehrere Sachen anfängt und plötzlich feststellt, dass einem dieser Beruf gar nicht gefällt. Oder man findet plötzlich etwas neues, was viel besser zu einem passen könnte. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es nicht leicht ist, einen Beruf und einen Bildungsweg zu finden, der zu einem passt. Wenn man sich auf diese Suche begiebt ist es sicherlich von Vorteil, sich im vorhinein etwas Zeit zu nehmen und erstmal herauszufinden, was man im Leben möchte, was einem wichtig ist und wie man sich seinen späteren Alttag überhaupt so vorstellt. Dann kann man anfangen sich Orientierung in diesem Dschungel aus Möglichkeiten zu verschaffen. Die Berufe, die gar nicht in Frage kommen kann man dann direkt aussortieren und sich auf die Bereiche fokussieren, die diese Voraussetzungen erfüllen.

Schattenseiten

Zwei Sachen möchte ich hier noch anführen. Erstens: Es wird immer etwas geben, was dir keinen Spaß machen wird und wo du durch musst. Auch bei deinem Traumjob wird es Aufgaben geben, die nicht so viel Spaß machen oder die du wirklich ätzend findest, wie zum Beispiel: Steuererklärung schreiben, Personen mit denen du zusammen arbeiten musst oder ein Fach im Studium, welches du für deinen Abschluss belegen musst. Und Zweitens: niemand zwingt dich dein Leben lang in diesem Job zu arbeiten. Wer weis, was dich in 30 Jahren interessiert und mit was du dann dein Geld verdienen möchtest. Weiterbildungen und Quereinstiege sind immer möglich.

Den Traumjob finden

Doch wie finde ich meinen Traumjob, der auch wirklich zu mir passt? Woher weis ich denn, ob eine Ausbildung oder ein Studium besser zu mir passt? Wie lerne ich mich selbst besser kennen? 

Ich kenne einige junge Erwachsene, die erst einmal um die halbe Welt reisen um sich selbst zu finden. Meiner Erfahrung nach, bringt das jedoch die wenigsten weiter. Viel wichtiger ist, dass du dich wirklich damit beschäftigst, was dir im Leben wichtig ist. ( Und das kannst du von überall auf der Welt machen.) Damit möchte ich nicht sagen, dass Reisen keine Vorteile bringt, auch hier kannst du viel lernen und Erfahrungen sammeln. Das ein oder andere Praktikum ist sicherlich auch nicht verkehrt um in Berufe rein zu schnuppern. Bevor du also eine wichtige Entscheidung triffst nimm dir am besten ein bisschen Zeit um über deine Interessen, Stärken und Wünsche zu reflektieren. Um mehr über dich selbst zu erfahren und um herauszufinden, was dich in deinem Leben glücklich macht, was deine Interessen und Stärken sind, habe ich dir ein paar Leitfragen zusammen getragen, die mir auf meinem Weg oft weitergeholfen haben. Diese findest du hier. 

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir gefallen und ich konnte dir weiterhelfen. Lass mir gerne einen Kommentar da, wie du zu dem ganzen Thema stehst.

Xenia

Vegane Käse Kartoffel Suppe

Vegane Käse Kartoffel Suppe

Erst nach zweieinhalb Jahren, die ich mich vegan ernähre, habe ich nun endlich Hefeflocken für mich entdeckt! Manche von euch können vielleicht nicht nachvollziehen, dass es so lange gedauert hat und ich Hefeflocken am Anfang echt eklig fand. 😀 Doch vielleicht geht es machen von Euch ja auch ähnlich und Ihr habt auch etwas Zeit gebraucht um auf den Geschmack zu kommen. Mittlerweile liebe Ich Hefeflocken so sehr und koche wirklich oft damit. Letzte Woche hatte ich richtig Lust auf eine cremige Kartoffelsuppe. Da ich zufälligerweise am Tag davor Hefeflocken im Bioladen mitgenommen hatte, habe ich dieses leckere Rezept für eine cremige, pflanzenbasierte Käse Kartoffel Suppe fürch mich entdeckt.

Wasche oder schäle die Kartoffeln und schneide sie in Viertel. Gebe die Kartoffeln zusammen mit dem Wasser, der Pflanzenmilch und der Gemüsebrühe in einen Topf. Koche die Kartoffeln solange bis sie weich sind. Dann kannst du so viele Kartoffeln wie du möchtest mit der Flüssigkeit in einen Mixer geben ( Ich benutzte einen Hochleistungsmixer von Omniblend ) und alle anderen Zutaten hinzufügen. Mixe alles solange bis eine feine Suppe entsteht ( keine Stückchen mehr vorhanden sind.) Dann kannst du die Suppe zurück zu den übrigen Kartoffeln in den Topf geben und nochmal kurz köcheln lassen. Natürlich kannst du jetzt noch nach Belieben Brokkolie, anderes Gemüse, Hefeflocken und andere Gewürze hinzufügen, ich verwende gerne noch etwas Knoblauch und Petersilie.

Käsesoße

Nach einigem ausprobieren und experimentieren, habe ich herausgefunden, dass man dieses Rezept auch wunderbar für eine vegane Käsesoße nehmen kann ( mit ein paar kleinen Änderungen). Diese passt super zu Nudeln, Aufläufen, Wraps etc….Dazu füge ich einfach noch 2 große Karotten hinzu und mixe alles zusammen zu einer glatten Soße. Wer seine Käsesoße etwas dicker mag kann hier auch noch 100g Tofu oder für einen etwas intensiveren Geschmack Tempeh hinzufügen, auch sehr lecker!

Ich persönlich mag es zu meiner Käse Kartoffel Suppe noch etwas Brokkoli mit in die Suppe zu geben, hier kannst Du natürlich auch jedes andere Gemüse deiner Wahl verwenden. (Bei der Käsesoße ersetzte ich ihn allerdings durch die Karotten.) Am Ende schmecke ich die Suppe gerne mit etwas Knoblauch und Petersilie ab, aber auch hier hast du natürlich die Freiheit deine Lieblingsgewürze zu verwenden. Wenn ich es besonders cremig, käsig mag dann kippe ich auch hier noch eine extra Portion Hefelocken in meine Suppe. 😉

 

Zubereitung

Wasche, schäle die Kartoffeln und schneide sie in Viertel. Gebe die Kartoffeln zusammen mit dem Wasser, der Pflanzenmilch und der Gemüsebrühe in einen Topf. Koche die Kartoffeln solange bis sie weich sind. Dann kannst du so viele Kartoffeln wie du möchtest mit der Flüssigkeit in einen Mixer geben und alle anderen Zutaten hinzufügen. Mixe alles solange bis eine feine Suppe entsteht ( keine Stückchen mehr vorhanden sind.) Dann kannst du die Suppe zurück zu den übrigen Kartoffeln in den Topf geben und nochmal kurz köcheln lassen.

Zutaten

  • 7 – 9 mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Cup Pflanzenmilch
  • 2 Cups Wasser
  • 1/4 Cup Cashews
  • 1/4 Cup Hefeflocken
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • 1 TL Senf

Optional:

  • Brokkoli
  • Karotten
  • 100g Tofu / Tempeh
  • Gewürze wie: Knoblauch , Petersilie…
 

Yama & Niyama

Yama & Niyama

Yama und Niyama sind nach Patanjali die ersten zwei Glieder des Yoga-Wegs. Sie charakterisieren die Lebensweise, den ethischen Verhaltenskodex und bestehen jeweils aus 5 Prinzipien. Yama konzentriert sich auf die Haltung gegenüber unserer Umwelt. Niyama charakterisiert die Haltung gegenüber uns selbst.

Yama

Yama, unsere Haltung gegenüber unserer Umwelt wird charakterisiert durch: 5 ethische Prinzipien, welche Mäßigung uns Zurückhaltung fördern sollen:

 

  1. Überlegtes und behutsames Umgehen mit allem was lebt, besonders mit den Lebewesen, die hilflos sind oder sich in Schwierigkeiten befinden.

Das erste Prinzip verkörpert eine Lebensweise, die ein überlegtes Handeln allen Lebewesen gegenüber vorraussetzt. Das bedeutet, wie wir uns den Menschen in unserem Umfeld gegenüber verhalten und schließt auch unser Verhalten gegenüber Tieren mit ein, vor allem denen, die hilflos oder in Not sind. Durch diese Einstellung werden andere Menschen und Tiere in deiner Gegenwart liebevolle Gefühle empfinden. In meinen Augen fordert dieses Prinzip eine vegane Lebensweise, denn unschuldige, hilflose Tiere zu töten um sie zu essen ist kein behutsames oder überlegtes Handeln diesen Lebewesen gegenüber. Zudem befasst sich Veganismus nicht nur mit einer fleischfreien und tierproduktfreien Ernährung sondern auch mit vielen anderen ethischen Themengebieten.

 

         2. Aufrichtige Verständigung durch Sprache, Gesten und Handlungen

Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Kommunikation sind so wichtig für gute Beziehungen. Unser Geist, unsere Umwelt, alles ist dem ständigen Wandel der drei Gunas unterlegen. So nehmen wir Dinge unterschiedlich wahr, abhängig von unserem geistigen Zustand, unserer Gefühlslage usw. Wörter und Sätze können sehr unterschiedlich ausgelegt werden, deshalb ist eine gute, aufrichtige Verständigung nötig, die sich nicht nur durch Sprache sondern auch durch Gesten und vor allem Handlungen ausdrückt wird. Dieses Prinzip soll uns helfen Fehler zu vermeiden. Wer kennt es nicht, dass man sich per SMS völlig falsch versteht oder andeinander vorbeiredet, weil man die Mimik oder die Betonung des anderen falsch interpretiert? Oder das schöne Sprichwort: „Taten sagen mehr als 1000 Worte“

 

 3. Nichtbegehren oder die Fähigkeit, uns von dem Wunsch nach Dingen, die uns nicht gehören, zu lösen

Neid und Eifersucht sind Gift für jede Beziehung. Wenn du nichts begehrst, was anderen gehört, so werden andere Menschen alles mit dir teilen wollen, egal wie kostbar es auch sein mag. Du hast alles was du brauchst und du befindest dich genau da, wo du sein sollst. Das Universum wird dir das geben, worum du es bittest. Höre auf dich mit anderen zu vergleichen. Wenn du dich mit jemandem vergleichen solltest, dann mit deinem Vergangenheits-Ich. Wie viel besser bist du seit gestern geworden? Aber denke immer daran: DU bist gut so wie du bist. DU bist genug. Alles was du brauchst ist bereits in dir.

 

4. Mäßigung in all unserem Tun

Durch Mäßigung wird es einem Menschen möglich die gesamte Kraft & Vitalität, die in ihm ruht, zu erfahren. Vielleicht magst du mal darüber nachdenken wie viel du konsumierst und wie viel du kreierst? Oft konsumieren wir mehr als wir erschaffen. Was konsumierst du täglich? Es fängt bei der Nahrung an, geht über Klamotten, Schuhe, Handtaschen, Uhren, Deko, Hygiene-Artikel, Fehrnsehn, Inetrnet ….. Die Liste ist unendlich lang. Nicht umsonst heißt es: “ Weniger ist mehr“ …

 

5. Die Fähigkeit uns auf das zu beschränken, was wir brauchen, und nur das anzunehmen, was uns zusteht

Das fünfte und letzte Prinzip charakterisiert unsere Bescheidenheit. Modern ausgedrückt wäre das die Bewegung des Minimalismus, welcher neuerdings wieder mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch findet. Ganz ehrlich, eigentlich brauche ich nicht viel zum Leben. Ich würde zum Beispiel mit einem Drittel meiner Klamotten auskommen, wenn ich müsste. Wie viele Teile aus deinem Kleiderschrank hattest du in den vergangenen drei Monaten nicht an? Was aus deinem Zimmer hast du im letzten halben Jahr nicht wirklich gebraucht?  Jemand der sich auf das beschränken kann, was er braucht und was ihm zusteht, fühlt sich sicher. Wenn man nicht so viel hat kann man auch nicht so viel verlieren. Musst du dir ständig Gedanken darüber machen wie du dein Haus, dein Auto oder den neuen Fehrnseher finanzierst? Und meistens bleibt es nicht bei einem Auto oder einem Fernseher. Wenn man sich frei von zu viel Besitzt macht findet man die Zeit zum Nachdenken, zur Meditation und kann ein vollkommenes Verständnis von sich selbst gewinnen.

Niyama

Niyama, unsere Haltung gegenüber uns selbst, wird charakterisiert durch 5 Prinzipien der Selbstbeherrschung, die Grundregeln für Selbstdisziplin:

 

  1. Reinheit, die sich auf unseren Geist, Körper und unsere Umgebung bezieht

Ein Mensch mit einem reinen Geist ist nicht von falschen Wahrnehmungsmustern aus seiner Vergangenheit negativ beeinflusst. Diese falschen Wahrnehmungsmuster stören unseren Meditationsprozess und unsere Selbsterkenntnis. Nur wenn wir uns ohne Ablenkung auf ein Objekt ausrichten können, sind wir fähig über die tiefe Natur des individuellen Selbst und die Quelle der Wahrnehmung zu meditieren. Doch unser Geist kann nicht rein sein wenn es der Körper und die Umgebung nicht sind. Hast du auch schon mal das Wunder einer kalten Dusche und frischen Klamotten erlebt, wenn es dir vielleicht an dem Tag nicht so gut ging oder irgendwas einfach nicht laufen wollte? Diese Frische verleiht einem gleich ein ganz neues Lebensgefühl. Wenn ich vor meinem Schreibtisch sitzte und das Gefühl habe es will gerade einfach nicht funktionieren und ich keinen klaren Gedanken fassen kann, schaue ich mich um und stelle oftmals fest, dass mein Schreibtisch, mein Zimmer ein absolutes Chaos ist. Dazu kommt manchmal noch, dass ich morgens nur schnell meinen alten Schlabberpulli und die Leggings von vor 3 Tagen übergeworfen habe. Wie soll da in meinem Kopf Ordnung entstehen? Der einfachste und erste Schritt zu einem klaren Geist ist es dein Zimmer aufzuräumen, dein Schreibtisch in Ordnung zu bringen, vielleicht eine Dusche zu nehmen und  frische Klamotten anzuziehen.

 

2. Bescheidenheit und Zufriedenheit, die darauf beruht, dass wir mit dem glücklich sind, was wir haben und nicht ständig etwas  vermissen, was wir nicht haben

Dankbarkeit ist hier das Stichwort. Dankbarkeit für das, was wir haben, ist die Grundlage um mehr Positives in unser Leben einzuladen. Du ziehst das in dein Leben, um was sich deine Gedanken drehen. Das ist das Gesetzt der Anziehung: Negative Gedanken ziehen negative Situatonen in dein Leben und genauso ziehen positive Gedanken, positive Situationen in dein Leben. Wie sollst du also glücklicher werden, wenn du dich dauernd nur beschwerst und darüber nachdenkst und darüber redest, wie schlecht alles in deinem Leben ist und was dir alles fehlt. Anstelle dessen konzentriere dich darauf, was du alles hast ! Sei dankbar für alles Tolle in deinem Leben. Nur diese tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.

 

3.  Das Lösen von Blockaden in unserem Körper und Geist, indem wir in unserem Leben eine gewisse Disziplin einhalten; Disziplin bezieht sich hier vor allem auf Körper- und Atemübungen, auf unsere Ernährung, Schlaf und den Umgang mit Arbeit und Erholung

Das Verringern von Blockaden in unserem Körper & Hindernissen in unserem Geist führt dazu, dass sich unsere körperlichen Funktionen in einem harmonsichen Gleichgewicht befinden. Hier wird unter anderem die Asana und Pranayama Praxis im Yoga angesprochen. Doch da Yoga ein ganzheitliches Konzept ist, wird auch hier unser gesamter Lebensstil definiert. Etwas einfacher ausgedrückt wir von uns erwartet, dass wir regelmäßig Sport machen und meditieren. Uns gesund ernähren, also frische, pflanzliche Lebensmittel zu uns nehmen, die unseren Körper mit viel Prana aufladen. Einen gesunden Schlafrythmus haben, also früh ins Bett gehen und früh aufstehen und mindestens 8 Stunden schlafen. Und zu guter Letzt eine gute Work-Life Balance haben, wie man es heutzutage ausdrücken würde.

 

4. Das Studieren und das wiederholte Überprüfen unserer eigenen Entwicklung

Im vierten Prinzip von Niymama geht es um Persönlichkeitsentwicklung. Ein sehr interessantes Thema zu dem es gerade in letzter Zeit immer mehr Bücher, Podcasts und Workshops gibt. Meiner Meinung nach ist Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig und was Pantanjali hier betont ist, dass wir nie fertig sind damit. Wir unterliegen dem ständigen Wandel und jede Weiterentwicklung bringt neue Herausforderungen mit sich. So wird es immer neue Hindernisse zu überwinden geben. Doch durch intensives Studieren und Suchen nach Weisheit entwickelt sich eine Verbindung zu höheren Kräften. Dadurch können wir ein tiefes Verstehen selbst von äußerst komplexen Dingen erlangen.

 

5. Erfurcht gegenüber einer höheren Kraft oder das Annehmen unserer eigenen Begrenztheit im Vergleich zu der allwissenheit Gottes

Im letzten Absatz beschäft sich Niyama mit Gott. Für viele wirkt diese Wort „Gott“ erstmal abschreckend, weil es irgendwas mit Glaube, Religion und Kirche zu tun hat. Doch Yoga ist keinesfalls eine Religion noch hat es irgendetwas mit einer Religion zu tun.  Durch die Verehrung Gottes wächst die Fähigkeit in uns, jedes ausgewählte Objekt in seiner Vollkommenheit zu erkennen. Dazu braucht es jedoch keinen Gott. Es reicht schon wenn wir uns mit dem Gedanken anfreunden können, dass es irgendeine höhere Macht als den Menschen gibt. Für manche ist das Gott, für andere ist es das Universum, Naturgesetzte oder eine andere höhere Macht. Hier soll und nur bewusst werden, dass der Mensch nicht allwissend ist und auch unser Verständnis vom großen Ganzen vielleicht begrenzt ist. Außerdem sollen wir jedes ausgewählte Objekt in seiner Vollkommenheit anerkennen. Jeder Mensch, jedes Lebewesen, alles was auf dieser Welt geschaffen wurde ist Vollkommen so wie es ist, auch wenn dies nicht jeder erkennen möchte. So bist du vollkommen genau so wie du bist, genauso wie ich vollkommen bin, auch wenn wir uns komplett voneinander unterscheiden.

 

Das waren die ersten zwei Glieder des 8 stufigen Yoga-Wegs, etwas ausführlicher dargestellt. Wenn bei dir Interesse geweckt wurde mehr über den Yoga-Weg nach Patanjali zu erfahren empfehle ich dir dieses Buch, auf welches ich mich in diesem Beitrag beziehe. Ich hoffe ich konnte dir in diesem Post die Grunssätze der Lebensphilosophie des Yoga anschaulich machen und etwas näher bringen. Der nächste Blogpost wird sich mit den nächsten 3 Stufen befassen: Asnana, Pranayama und Pratyahara.

 

 

Namaste   ☼